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Das bisschen Haushalt macht sich von allein...
Also mal ehrlich: Bügeln ist doch wirklich eine der eintönigsten
Hausarbeiten die es gibt, oder?
Stundenlang sitzt man vor den zerknitterten Hemden, T-Shirts, Shorts,
Blusen und Hosen und plättet und dampft stumpfsinnig vor sich hin.
Die einzige Abwechslung bietet dabei gerade mal das Radio- oder Fernsehprogramm
und das höchste der Gefühle ist vielleicht sogar eine wirkliche
Ansprache durch den Lebensabschnittsgefährten: 'Na Schatz, wie geht`s?
- Ist noch Bier im Kühlschrank?'.
Bügeln
auf Berggipfeln und in Baumkronen
Können
Sie sich also vorstellen, dass es nun jemanden geben soll, der Bügeln
zu seinem neuen Hobby auserkoren hat, das er leidenschaftlich gerne immer
und ü b e r a l l ausüben möchte? Für über zwanzig
Münchener ist das Unvorstellbare wahr geworden. Als Mitglieder der
German Extreme Ironing Section (GEIS), der Artikel Vereinigung der Extrembügler
Deutschlands leben sie ihre glühende Leidenschaft fürs Kleider
bügeln auf Berggipfeln, in Baumkronen, beim Kanufahren oder sogar
tauchend unter Wasser aus. Der Fantasie sind dabei kaum Grenzen gesetzt.
Egal ob allein oder in Gruppen - der Kick in dieser skurrilen Freizeitbeschäftigung
liegt anscheinend darin, die Herausforderungen des Extremsports mit langweiliger
Hausarbeit zu verbinden.
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Extreme
Ironing in verschiedenen Stilrichtungen
Geboren wurde die Idee zu "Extreme Ironing" 1997 an einem herrlichen
Sommertag im englischen Leicester, Großbritannien: Der Fabrikarbeiter
Phillip Shaw hatte es satt, den Tag mit Hausarbeit daheim zu verbringen
und entschloss sich kurzerhand, eine Bergtour - samt Bügelwäsche
und -Eisen - zu unternehmen. Auch seinem Kumpel Paul Nicks gefiel diese
ausgefallene Idee sehr gut und so blieb es nicht nur bei dieser einen
Tour. Im Laufe der Monate schlossen sich den beiden Pionieren des Extrembügelns
immer mehr Menschen an, die mit Bügelbrett und Bügeleisen bepackt,
ihre Kleider an immer anderen Orten plätteten. Heraus kamen dabei
verschiedene Stilrichtungen wie etwa Waterstyle, Urbanstyle (also auf
Autodächern und Strassen), Rockystyle (auf Berggipfeln) oder Foreststyle. Oft auch Rallye Motorsport.
Die
erste Weltmeisterschaft findet dieses Jahr statt
Beflügelt von seinen faszinierenden Bügelerlebnissen tourte
Phillip Shaw zuerst durch Neuseeland und kam im Jahr 2000 auch nach Deutschland,
wo sich seitdem immer mehr Bügel-Enthusiasten in der in München
ansässigen GEIS (German Extreme Ironing Section) organisieren. Wie
viele Anhänger des Extrem-Bügelns es inzwischen weltweit gibt
lässt sich schwer abschätzen. Es gibt sie unter anderem bereits
in Neuseeland, Südafrika, Dänemark, Frankreich, England, Finnland,
Island und natürlich hier in Deutschland. Allein in München
sind es bereits mehr als zwanzig.
Für die Extreme-Ironing-Mitglieder steckt grosser Ernst hinter ihrer
Sportart. Sie haben bereits die Aufnahme in den Deutschen Sportbund beantragt
und planen die Austragung der ersten Weltmeisterschaft. Sie soll Ende
September in Oberbayern stattfinden und dabei die besten Extrembügler
der teilnehmenden Nationen ermitteln.
Quelle:
br-online
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